Artenschutz braucht Biotopverbundlinien wie Hecken und Krautsäume

BBU fordert mehr Schutz der Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten

(Bonn, Berlin, 22.05.2013): Anlässlich des internationalen Tages der biologischen Vielfalt (22.05.2013, www.cbd.int/idb) hat der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) zur verstärkten Förderung des Artenschutzes aufgerufen. „Natürliche Lebensräume werden für Tier- und Pflanzenarten immer knapper. Der Schutz der Artenvielfalt muss einen höheren Stellenwert bekommen“, so Udo Buchholz vom Vorstand des BBU.

Der BBU sieht nach wie vor beim enormen Flächenverbrauch für Bebbauungspläne aller Art sowie für den Fernstraßenbau Gefahren für die Artenvielfalt. Da die vorhandenen Flächen nicht vermehrt werden können, ruft der BBU zum sparsamen Umgang mit Flächen auf. Feuchtgebiete und Streuobstwiesen, aber auch Hecken in der freien Landschaft und schützenswerte Brachflächen, müssen vor der Bebauung bewahrt werden. Der Straßenbau muss gebremst, der Bahn- und Busverkehr muss ausgeweitet werden. http://www.bbu-online.de/presseerklaerungen/prmitteilungen/PR%202013/22.051.13.html

In der Landwirtschaftspolitik setzt der BBU auf den Bio-Landbau, der durch den Verzicht auf chemische Keulen den Artenschutz fördert. Zudem spricht sich der BBU gegen den Einsatz von genmanipulierten Pflanzen und für alte, regional bedeutsame Gemüse- und Obstarten aus.

Aktuell zur Gartensaison empfiehlt der BBU im Gartenbereich auf den Einsatz von Torf zu verzichten. Auch in der Bundesrepublik werden noch immer Tier- und Pflanzenarten durch den Torfabbau in Moorgebieten bedroht. Torf sollte im Gartenbereich nicht mehr zum Einsatz kommen. Zudem sollte im heimischen Garten auf den Einsatz von Pestiziden verzichtet werden.

International spricht sich der BBU zum internationalen Tag der biologischen Vielfalt u. a. für den Schutz der Regenwälder und der Meere aus. “Die Abholzung der Regenwälder und die Vergiftung der Meere müssen gestoppt werden”, so BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.
Zur Bewältigung der vielfältigen Aufgaben im Natur- und Umweltschutz ruft der BBU die Bürgerinnen und Bürger zur Mitarbeit in Bürgerinitiativen auf. Der BBU unterstützt auch die Gründung neuer Bürgerinitiativen. Anregungen enthält der elektronische Newsletter des BBU, der kostenlos bezogen und auch im Internet gelesen werden kann. Kontakt und weitere Informationen unter www.bbu-online.de und 0228-214032.

Zur Finanzierung seines Engagements bittet der BBU um Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse Bonn, BLZ 37050198, Kontonummer: 19002666.

Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter www.bbu-online.de; telefonisch unter 0228-214032. Die Facebook-Adresse lautet www.facebook.com/BBU72. Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn.

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken. Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen die gefährliche CO2-Endlagerung und für umweltfreundliche Energiequellen.